ABLAUF UND ZIELE DER HYPNOSE

Ablauf

Man unterscheidet die Stadien der Hypnoseeinleitung, des Hypnosezustandes und der Rückführung aus der Hypnose. Die Stadien gehen ineinander über und sollen gemäß den therapheutischen oder anderen Zielen gestaltet sein. Bei unbewussten und spontanen Hypnosen ist eine formale Unterscheidung der Stadien oft nicht möglich.

Ziele

Der hypnotische Bewusstseinszustand bildet die Basis für besondere Wahrnehmungen, Erfahrungen und meditative Erkenntnisse sowie Veränderungen und andere Leistungen seelisch-geistiger oder körperlicher Art. Alle Lebensgebiete und Möglichkeiten des Erlebens und der Lebensäußerung können in den Mittelpunkt gestellt werden. Ein Schwerpunkt in der Anwendung liegt der ganzheitlichen, Geist, Seele und Leib umgreifenden Natur der Hypnose gemäß in der ganzheitlich Entwicklung des Menschen, z.B. durch Meditation der therapheutische Arbeit in Hypnose. Weitere wichtige Zielsetzungen liegen in der Heilkunde, im kreativen Bereich, in der Beziehung, in der Pädagogik, im Beruf und im Sport.

Autohypnose und Heterohypnose

Autohypnose bedeutet Selbsthypnose (autòs = griech. selbst), Heterohypnose bedeutet Fremdhypnose bzw. eine durch einen anderen (hèteros = griech. anders) eingeleitete und geführte Hypnose.

Die Autohypnose ist ein selbstinduzierter (selbst herbeigeführter) hypnoider Zustand, in dem die Aufmerksamkeit bei eingeengter und gleichzeitig gesenkter Bewusstseinslage auf eine bestimmte Vorstellung fixiert werden soll. Die Möglichkeiten und Leistungen der Autohyponose sind ähnlich denen der Heterohypnose, setzten jedoch langes und ständiges autohypnotisches Training voraus, um deren Intensität zu erreichen. Für den tiefenpsychologischen Bereich ergeben sich weitere Einschränkungen.

Jede Heterohypnose, also die Herstellung eines hypnotischen Rapports zwischen Hypnotisators und Hypnotisiertem, ist zugleich eine Autohypnose, da jede Hypnoseeinleitung und alle Wechselbeziehungen während der Hypnose autohypnotisch verarbeitet werden müssen. Dennoch ist die Mitwirkung einer anderen Person als Hypnotisator bei der Einleitung und Durchführung einer Hypnose von wesentlicher Bedeutung für die Zugänglichkeit und Intensität der hypnotischen Phänomene.